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Hinter den Kulissen mit Marinus: ein generisches TMS
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Hinter den Kulissen mit Marinus: ein generisches TMS

Generische oder maßgeschneiderte Software? Marinus Brink erklärt den Unterschied, wann welche Wahl klug ist und warum Filogic sich ganz bewusst für ein generisches TMS entschieden hat.

Einleitung

Als Transportunternehmer haben Sie zwei Möglichkeiten: ein Transport-Management-System, das mit generischer oder mit maßgeschneiderter Software gebaut ist. Was genau ist der Unterschied? Wann ist es klug, sich für das eine oder das andere zu entscheiden? Und warum haben wir uns ganz bewusst für ein generisches TMS entschieden? Das erzählt Ihnen Filogic-Mitgründer und technischer Direktor Marinus Brink gerne bei ‚Hinter den Kulissen mit Marinus‘!

Was ist der Unterschied zwischen generischer und maßgeschneiderter Software?

Marinus: ‚Generische Software wird für mehrere Unternehmen entwickelt, die Kosten sind relativ gering, die Implementierung geht schnell und oft ist eine Testversion verfügbar. Maßgeschneiderte Software ist dagegen auf ein einziges Unternehmen zugeschnitten. Die Idee dahinter ist, dass die Software nahtlos an den Geschäftsprozess anschließt, sodass Sie als Transporteur Ihre Arbeitsweise nicht ändern müssen. In der Praxis stellt sich das oft als enttäuschend heraus. Letztlich müssen Sie doch immer ein wenig anders arbeiten, um die Software funktionsfähig zu machen. Zu neuer Software gehören immer neue Handgriffe, auch bei Maßarbeit. Außerdem ist sie oft kostspielig und kann Ihr Wachstum hemmen. Die Software ändert sich nämlich nicht so schnell, sodass Sie als Unternehmen nicht automatisch mit der Erneuerung mitgehen. Sie sind im Grunde an die speziell für Sie gemachte Software gebunden und profitieren nicht ohne Weiteres von Innovationen bei generischer Software. Vorteilhaft ist allerdings, dass Sie selbst bestimmen, welche Funktionen hinzugefügt werden und welche nicht, und dass alle Ihre Wünsche umgesetzt werden können.‘

Wann ist es für einen Transporteur tatsächlich klug, maßgeschneiderte Software zu wählen?

‚Wenn Sie derart spezifischen Transport durchführen und mit sehr speziellen Vorschriften zu tun haben, können Sie erwägen, maßgeschneiderte Software anzuschaffen. Das kann beim Werttransport oder beim Medikamententransport interessant sein. Dennoch ist auch dann ein generisches TMS eine Option. Es kommt recht häufig vor, dass Transporteure fälschlicherweise glauben, sie bräuchten maßgeschneiderte Software. Ist es tatsächlich nötig? Dann ist auch eine Kombination aus bestehender und neuer Software möglich. So haben wir speziell für einige Kunden bestimmte Funktionen entwickelt, die sie mit unserer Standardsoftware kombinieren.‘

Warum hat sich Filogic für generische Software entschieden?

‚Die Maßarbeit, die ich gerade beschrieben habe, machen wir bewusst nur sehr selten. Weil wir wissen, wie wichtig es ist, mit der Zeit zu gehen und vorauszugehen. Das gelingt Ihnen als Transporteur nur, wenn Sie mit Software arbeiten, die sich ständig erneuert. Deshalb haben wir uns für generische Software entschieden, die wir immer weiter mit Anpassungen oder neuen Funktionen entwickeln. Im Durchschnitt haben wir sechs Releases pro Woche, von kleinen bis großen Funktionen. Außerdem haben wir uns gezielt für generische Software in Kombination mit Cloud-Software entschieden. So halten wir unser TMS flexibel und für jeden Frachtführer zugänglich: von kleinen bis großen Transportunternehmen.‘

Wie entscheiden Sie, welche Funktionen entwickelt werden?

‚Wir sind ständig im Gespräch mit unseren Kunden und wissen dadurch genau, was in der Transport- und Logistikbranche los ist. Und je mehr Kunden nach einer bestimmten Funktion fragen, desto größer ist natürlich die Chance, dass wir uns daran machen. Wir verbinden Wünsche auch, indem wir auf abstrakte Weise eine Lösung für verschiedene Situationen entwickeln. Den Marktbedarf behalten wir außerdem genau im Auge und schauen immer, welche Funktionen bereits vorhanden sind. Vielleicht reicht eine Erweiterung einer bestehenden Funktion schon aus. Im Moment arbeiten wir an der Funktion Self-Billing für Transporteure, die Aufträge auslagern. Damit können sie selbst schon im Voraus eine Rechnung erstellen, anstatt dass der Abnehmer dies tut. Das verringert die Fehlerwahrscheinlichkeit.‘

Was ist Ihre Botschaft an Transportunternehmer?

‚Dass es klug ist, immer zuerst auf generische Software zu schauen. Stellen Sie im Auswahlprozess fest, dass Sie mit achtzig bis neunzig Prozent arbeiten können? Dann machen Sie für sich die Rechnung auf, was es Sie kostet, den restlichen Prozentsatz zu lösen. Oft kostet das Automatisieren dieser zehn Prozent mit maßgeschneiderter Software so viel Geld, dass der Wert der neunzig Prozent, die Sie abdecken, weitaus wichtiger ist.‘

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